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Doch genau das passiert Hajime in diesem Roman. Er erlebt lange Einsamkeit und als er denkt, endlich sein Glück gefunden zu haben, tritt eine lang verloren geglaubte Liebe wieder in sein Leben und bringt es gehörig durcheinander. Und trotzdem gelangt er am Ende zu einem mehr oder weniger glücklichen Kompromiss mit sich Selbst und seiner Umwelt. Er verfällt zwischenzeitlich ebenso in eine Depression, anders als in den meisten Romanen, verliert er dadurch aber nicht Haus und Hof.
Ich war schwer begeistert, auch wenn ich aus Versehen zu einer Übersetzung aus dem Englischen gekommen bin. Das praktische Taschenformat hat mich dies übersehen lassen.
Begonnen habe ich "PEACE" auf einer Wiese in der Sonne liegend. Ich hatte leider nicht viel Zeit, ich habe nur die ersten 30 Seiten geschafft, war aber begeistert. Das Buch beginnt mit Witz und Selbsironie. Ausgelesen habe ich es in einer schlaflosen Nacht. Was eher an meiner Schlaflosigkeit, als an der Qualität lag. Ich bin viel zu jung um noch etwas vom Flair der 60er Jahre miterlebt zu haben. Sogar meine Eltern sind zu jung. Meine Großeltern hingegen waren in den 60ern schon um die 30/40, also auch hier keine Erfahrungen von Flower Power. Zudem waren die 60er eher ruhig in Österreich. Wir sind wahrlich keine Nation von Revolutionen. Eher ein Land der Diplomatie und des langsamen Wandels - auch Entwicklung genannt.
Nach "Peace" denke ich, dass die österreichische Art und Weise vermutlich gar nicht so verkehrt ist. Denn der 17-jährige Joshua hatte es mit seiner Hippie-Mum noch nie leicht. Diese hat nicht verwunden, dass die 60er vorüber sind, raucht weiterhin regelmäßig Dope und proklamiert mit allen Waffen die Emanzipation der Frau. Dass sie sich dabei selbst einsperrt statt zu befreien, erkennt sie bis zum Ende nicht. Auch Joshua rutscht für kurze Zeit in die Illusion der 60er ab, mit Hilfe von Freunden und seines leiblichen Vaters gelingt es ihm jedoch sich nicht nur von seiner Mutter zu lösen, sondern auch die Botschaft der 60er Jahre in die Gegenwart zu übertragen.
Es war durchaus unterhaltsam, aber "Peace" ist definitiv ein Buch für sonnige Wiesen und sollte auch dort gelesen werden. Als Bettlektüre eignet es sich weniger, da sind die 60er einfach zu weit weg.
Aber gut. So hatte ich endlich mal wieder Zeit ein angenehmes Buch zu lesen und diverse Prüfungsliteratur aus meinem Horizont zu verbannen. Erst kürzlich erworben (zusammen mit Arto Paasilinnas "Im Jenseits ist die Hölle los") habe ich den zweiten auf Deutsch erschienen Roman von Hiromi Kawakami. Von ihrem Erstling, "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß", war ich mehr als begeistert. Im Zeitalter von Rosamunde Pilcher und Inga Lindström findet man nur schwer gute Liebesromane, die abseits vom Mainstream Dornröschen-Image angesiedelt sind. Hiromi Kawakami hat mich auch diesmal nicht enttäuscht.
In "Herr Nakano und die Frauen" schildert sie eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die sich, obwohl sie sich jeden Tag bei der Arbeit sehen, kaum kennen. Trotzdem entwickelt sich zwischen beiden eine zaghafte Liebesbeziehung, die sehr gekonnt zwischen Tradition und Moderne angesiedelt sind. Auf der einen Seite wird ein Antiquitätenladen (bzw. wohl eher ein Tante-Emma-Laden) zum Schauplatz ihrer zahlreichen Annäherungen, der durch den Besitzer Herrn Nakano zusätzlich den Charme der vergangenen Bohème einfängt. Zum Anderen ist die Beziehung geprägt durch die Moderne, SMS und Mails werden verschickt und unbeantwortet gelassen und es will sich durch die bestehende Offenheit der Beziehung keine richtige Nähe einstellen. Ebenso wenig findet jedoch eine endgültige Trennung statt.
Insgesamt ein gelungener Roman und schon allein wegen des typisch japanischen Stils, der auch die Übersetzung nicht verloren geht, lesenswert. Außerdem werden viele Mittzwanziger ihre Beziehungen wiederfinden.
Das Buch darf also nicht zu anspruchsvoll sein, die Erzählung soll locker, mit nicht allzu vielen Akteuren und in leicht verständlicher Sprache auf nicht mehr als 300 Seiten sein. Und nicht zu vergessen: die Qualität muss trotzdem stimmen.
In meiner bald zehnjährigen Erfahrung als Bücherkäuferin und -leserin weiß ich nur zu gut, dass es dem Markt gerade an kurzen, guten Büchern fehlt. Was daran liegen mag, dass dicke Romane von Kritikern und Journalisten weit aus mehr Beachtung erfahren als ein Sammelband von Kurzgeschichten. Romanautor muss man sein, sonst zahlt sich das Bücherschreiben finanziell nicht aus. Dass es auch kurze, wirklich großartige Romane am Markt gibt, durfte ich letzte Woche wieder erfahren.
Schon vor einigen Jahren war ich von Arto Paasilinnas "Das Jahr des Hasen" und "Die Giftmischerin" mehr als begeistert. Beide Romane sind auf ihre Art und Weise so skuril und gut erzählt, dass man sie gerne öfters liest. Gerade diese beiden fielen mir wieder ein, als ich völlig überfordert in der Krimiabteilung stand. Die guten hatten wir schon zu Hause und bereits gelesen, die schlechten würde ich unter keinen Umständen kaufen.
Mit "Im Jenseits ist die Hölle los" ging ich eine hervorragende Wahl ein: Gestorben wird mäßig, ermittelt wird nicht, denn in diesem Roman erzählt ein Toter selbst und scheint vom Leben nach dem Tod geradezu angetan, nachdem er ein durchschnittliches Leben als Journalist ohne große Vorkommnisse gelebt hat. Auf seiner Reise um die Welt trifft er nicht nur "berühmte" Persönlichkeiten wie Jesus, sondern auch ganz alltägliche Tote, die ihn auf gewisse Weise weit mehr beeindrucken. Dieser nette Roman bietet allen Intellektuellen nicht nur eine absolut befriedigende Aussicht auf das "Leben nach dem Tod" sondern auch köstliche Unterhaltung.
Mein Vater war jedenfalls zufrieden, er liest bereits den nächsten Paasilinna.
I have to admit - and now we come to the really embarrassing part - I kind of liked it. Okay, I really enjoyed them. Not because I liked the story or the characters that much, but it was well told and a nice entertainment during the holidays. Better than TV. I couldn't put them down, which I expected because I have some ill weakness about vampires. The whole eternity thing is pretty cool, in my eyes. So if you have some time at hand and nothing important to work, try them. There's so much shit at TV at the moment, I guess it's a good time to spend your evenings with reading.