6 posts tagged “reading”
Ich habe ja schon lange eine gewisse Schwäche für japanische Autoren. Haruki Murakami zählt vermutlich zu den bekanntesten, aber dieses ist bis jetzt das Einzige, dass ich von ihm gelesen habe. Doch wie alle Japaner zeichnet auch er sich in seinem Roman "Gefährliche Geliebte" über eine angenehme Nüchternheit aus. Vielleicht nicht ganz das richtige Wort, viel eher herrscht in den japanischen Roman, die ich bis jetzt lesen durfte, eine angenehme Ruhe, Spektakuläres wird unspektakulär erzählt, nicht jede Tragödie führt die Protagonisten zwangsläufig in eine tiefe Depression, die ihnen ein Weiterführen des Lebens unmöglich macht.
Doch genau das passiert Hajime in diesem Roman. Er erlebt lange Einsamkeit und als er denkt, endlich sein Glück gefunden zu haben, tritt eine lang verloren geglaubte Liebe wieder in sein Leben und bringt es gehörig durcheinander. Und trotzdem gelangt er am Ende zu einem mehr oder weniger glücklichen Kompromiss mit sich Selbst und seiner Umwelt. Er verfällt zwischenzeitlich ebenso in eine Depression, anders als in den meisten Romanen, verliert er dadurch aber nicht Haus und Hof.
Ich war schwer begeistert, auch wenn ich aus Versehen zu einer Übersetzung aus dem Englischen gekommen bin. Das praktische Taschenformat hat mich dies übersehen lassen.
Doch genau das passiert Hajime in diesem Roman. Er erlebt lange Einsamkeit und als er denkt, endlich sein Glück gefunden zu haben, tritt eine lang verloren geglaubte Liebe wieder in sein Leben und bringt es gehörig durcheinander. Und trotzdem gelangt er am Ende zu einem mehr oder weniger glücklichen Kompromiss mit sich Selbst und seiner Umwelt. Er verfällt zwischenzeitlich ebenso in eine Depression, anders als in den meisten Romanen, verliert er dadurch aber nicht Haus und Hof.
Ich war schwer begeistert, auch wenn ich aus Versehen zu einer Übersetzung aus dem Englischen gekommen bin. Das praktische Taschenformat hat mich dies übersehen lassen.
Vor einiger Zeit war Alexa Hennig von Lange bei Sterman & Grisseman in "Willkommen Österreich" zu Gast. Um den Beitrag anzusehen, einfach dem Link folgen. Wirklich sehr lustig, wie sprachlos manche Schriftsteller/innen in einem Gespräch sind. Musste mir daraufhin ihr Buch "Peace" kaufen. Weder Klappentext noch Umschlaggestaltung hätten mich normalerweise dieses Buch kaufen lassen, aber ich wollte wissen, wie jemand schreibt, der im Gespräch mit zwei wirklich netten Moderatoren so abwesend erscheint.
Begonnen habe ich "PEACE" auf einer Wiese in der Sonne liegend. Ich hatte leider nicht viel Zeit, ich habe nur die ersten 30 Seiten geschafft, war aber begeistert. Das Buch beginnt mit Witz und Selbsironie. Ausgelesen habe ich es in einer schlaflosen Nacht. Was eher an meiner Schlaflosigkeit, als an der Qualität lag. Ich bin viel zu jung um noch etwas vom Flair der 60er Jahre miterlebt zu haben. Sogar meine Eltern sind zu jung. Meine Großeltern hingegen waren in den 60ern schon um die 30/40, also auch hier keine Erfahrungen von Flower Power. Zudem waren die 60er eher ruhig in Österreich. Wir sind wahrlich keine Nation von Revolutionen. Eher ein Land der Diplomatie und des langsamen Wandels - auch Entwicklung genannt.
Nach "Peace" denke ich, dass die österreichische Art und Weise vermutlich gar nicht so verkehrt ist. Denn der 17-jährige Joshua hatte es mit seiner Hippie-Mum noch nie leicht. Diese hat nicht verwunden, dass die 60er vorüber sind, raucht weiterhin regelmäßig Dope und proklamiert mit allen Waffen die Emanzipation der Frau. Dass sie sich dabei selbst einsperrt statt zu befreien, erkennt sie bis zum Ende nicht. Auch Joshua rutscht für kurze Zeit in die Illusion der 60er ab, mit Hilfe von Freunden und seines leiblichen Vaters gelingt es ihm jedoch sich nicht nur von seiner Mutter zu lösen, sondern auch die Botschaft der 60er Jahre in die Gegenwart zu übertragen.
Es war durchaus unterhaltsam, aber "Peace" ist definitiv ein Buch für sonnige Wiesen und sollte auch dort gelesen werden. Als Bettlektüre eignet es sich weniger, da sind die 60er einfach zu weit weg.
Begonnen habe ich "PEACE" auf einer Wiese in der Sonne liegend. Ich hatte leider nicht viel Zeit, ich habe nur die ersten 30 Seiten geschafft, war aber begeistert. Das Buch beginnt mit Witz und Selbsironie. Ausgelesen habe ich es in einer schlaflosen Nacht. Was eher an meiner Schlaflosigkeit, als an der Qualität lag. Ich bin viel zu jung um noch etwas vom Flair der 60er Jahre miterlebt zu haben. Sogar meine Eltern sind zu jung. Meine Großeltern hingegen waren in den 60ern schon um die 30/40, also auch hier keine Erfahrungen von Flower Power. Zudem waren die 60er eher ruhig in Österreich. Wir sind wahrlich keine Nation von Revolutionen. Eher ein Land der Diplomatie und des langsamen Wandels - auch Entwicklung genannt.
Nach "Peace" denke ich, dass die österreichische Art und Weise vermutlich gar nicht so verkehrt ist. Denn der 17-jährige Joshua hatte es mit seiner Hippie-Mum noch nie leicht. Diese hat nicht verwunden, dass die 60er vorüber sind, raucht weiterhin regelmäßig Dope und proklamiert mit allen Waffen die Emanzipation der Frau. Dass sie sich dabei selbst einsperrt statt zu befreien, erkennt sie bis zum Ende nicht. Auch Joshua rutscht für kurze Zeit in die Illusion der 60er ab, mit Hilfe von Freunden und seines leiblichen Vaters gelingt es ihm jedoch sich nicht nur von seiner Mutter zu lösen, sondern auch die Botschaft der 60er Jahre in die Gegenwart zu übertragen.
Es war durchaus unterhaltsam, aber "Peace" ist definitiv ein Buch für sonnige Wiesen und sollte auch dort gelesen werden. Als Bettlektüre eignet es sich weniger, da sind die 60er einfach zu weit weg.
Samstag Nachmittag bekam ich plötzlich Halsweh. Bis heute haben sich noch Schnupfen und Husten dazugesellt. Durchaus nicht ungewöhnlich, beinahe immer, wenn der Druck und Stress ein wenig nachlassen, meldet sich irgendeine verschleppte Krankheit. Blöd nur, wenn eine der zahlreichen Prüfungen noch aussteht, der Stress also nur kurz, vorübergehend, weniger geworden ist. Und Abgabetermine verflüchtigen sich leider auch nicht einfach so.
Aber gut. So hatte ich endlich mal wieder Zeit ein angenehmes Buch zu lesen und diverse Prüfungsliteratur aus meinem Horizont zu verbannen. Erst kürzlich erworben (zusammen mit Arto Paasilinnas "Im Jenseits ist die Hölle los") habe ich den zweiten auf Deutsch erschienen Roman von Hiromi Kawakami. Von ihrem Erstling, "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß", war ich mehr als begeistert. Im Zeitalter von Rosamunde Pilcher und Inga Lindström findet man nur schwer gute Liebesromane, die abseits vom Mainstream Dornröschen-Image angesiedelt sind. Hiromi Kawakami hat mich auch diesmal nicht enttäuscht.
In "Herr Nakano und die Frauen" schildert sie eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die sich, obwohl sie sich jeden Tag bei der Arbeit sehen, kaum kennen. Trotzdem entwickelt sich zwischen beiden eine zaghafte Liebesbeziehung, die sehr gekonnt zwischen Tradition und Moderne angesiedelt sind. Auf der einen Seite wird ein Antiquitätenladen (bzw. wohl eher ein Tante-Emma-Laden) zum Schauplatz ihrer zahlreichen Annäherungen, der durch den Besitzer Herrn Nakano zusätzlich den Charme der vergangenen Bohème einfängt. Zum Anderen ist die Beziehung geprägt durch die Moderne, SMS und Mails werden verschickt und unbeantwortet gelassen und es will sich durch die bestehende Offenheit der Beziehung keine richtige Nähe einstellen. Ebenso wenig findet jedoch eine endgültige Trennung statt.
Insgesamt ein gelungener Roman und schon allein wegen des typisch japanischen Stils, der auch die Übersetzung nicht verloren geht, lesenswert. Außerdem werden viele Mittzwanziger ihre Beziehungen wiederfinden.
Aber gut. So hatte ich endlich mal wieder Zeit ein angenehmes Buch zu lesen und diverse Prüfungsliteratur aus meinem Horizont zu verbannen. Erst kürzlich erworben (zusammen mit Arto Paasilinnas "Im Jenseits ist die Hölle los") habe ich den zweiten auf Deutsch erschienen Roman von Hiromi Kawakami. Von ihrem Erstling, "Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß", war ich mehr als begeistert. Im Zeitalter von Rosamunde Pilcher und Inga Lindström findet man nur schwer gute Liebesromane, die abseits vom Mainstream Dornröschen-Image angesiedelt sind. Hiromi Kawakami hat mich auch diesmal nicht enttäuscht.
In "Herr Nakano und die Frauen" schildert sie eine Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Menschen, die sich, obwohl sie sich jeden Tag bei der Arbeit sehen, kaum kennen. Trotzdem entwickelt sich zwischen beiden eine zaghafte Liebesbeziehung, die sehr gekonnt zwischen Tradition und Moderne angesiedelt sind. Auf der einen Seite wird ein Antiquitätenladen (bzw. wohl eher ein Tante-Emma-Laden) zum Schauplatz ihrer zahlreichen Annäherungen, der durch den Besitzer Herrn Nakano zusätzlich den Charme der vergangenen Bohème einfängt. Zum Anderen ist die Beziehung geprägt durch die Moderne, SMS und Mails werden verschickt und unbeantwortet gelassen und es will sich durch die bestehende Offenheit der Beziehung keine richtige Nähe einstellen. Ebenso wenig findet jedoch eine endgültige Trennung statt.
Insgesamt ein gelungener Roman und schon allein wegen des typisch japanischen Stils, der auch die Übersetzung nicht verloren geht, lesenswert. Außerdem werden viele Mittzwanziger ihre Beziehungen wiederfinden.
Letzte Woche habe ich von meinem geschätzten Ernährer mal wieder den Auftrag bekommen, ihm doch ein Buch mitzubringen. Einen Krimi, oder so. Und dass, obwohl sich in meinem geheiligtem Zimmer sicherlich an die 100 Bücher stapeln, die er noch nicht gelesen hat. Und auch nicht lesen wird. Denn mein werter Vater hat ganz bestimmte Anforderungen an ein Buch. Diese resultieren vor Allem daraus, dass er sie nicht wie ich in einem Stück verschlingt, sondern jeden Abend nicht mehr als zehn Seiten liest. Außer das Buch ist ganz besonders gut.
Das Buch darf also nicht zu anspruchsvoll sein, die Erzählung soll locker, mit nicht allzu vielen Akteuren und in leicht verständlicher Sprache auf nicht mehr als 300 Seiten sein. Und nicht zu vergessen: die Qualität muss trotzdem stimmen.
In meiner bald zehnjährigen Erfahrung als Bücherkäuferin und -leserin weiß ich nur zu gut, dass es dem Markt gerade an kurzen, guten Büchern fehlt. Was daran liegen mag, dass dicke Romane von Kritikern und Journalisten weit aus mehr Beachtung erfahren als ein Sammelband von Kurzgeschichten. Romanautor muss man sein, sonst zahlt sich das Bücherschreiben finanziell nicht aus. Dass es auch kurze, wirklich großartige Romane am Markt gibt, durfte ich letzte Woche wieder erfahren.
Schon vor einigen Jahren war ich von Arto Paasilinnas "Das Jahr des Hasen" und "Die Giftmischerin" mehr als begeistert. Beide Romane sind auf ihre Art und Weise so skuril und gut erzählt, dass man sie gerne öfters liest. Gerade diese beiden fielen mir wieder ein, als ich völlig überfordert in der Krimiabteilung stand. Die guten hatten wir schon zu Hause und bereits gelesen, die schlechten würde ich unter keinen Umständen kaufen.
Mit "Im Jenseits ist die Hölle los" ging ich eine hervorragende Wahl ein: Gestorben wird mäßig, ermittelt wird nicht, denn in diesem Roman erzählt ein Toter selbst und scheint vom Leben nach dem Tod geradezu angetan, nachdem er ein durchschnittliches Leben als Journalist ohne große Vorkommnisse gelebt hat. Auf seiner Reise um die Welt trifft er nicht nur "berühmte" Persönlichkeiten wie Jesus, sondern auch ganz alltägliche Tote, die ihn auf gewisse Weise weit mehr beeindrucken. Dieser nette Roman bietet allen Intellektuellen nicht nur eine absolut befriedigende Aussicht auf das "Leben nach dem Tod" sondern auch köstliche Unterhaltung.
Mein Vater war jedenfalls zufrieden, er liest bereits den nächsten Paasilinna.
Das Buch darf also nicht zu anspruchsvoll sein, die Erzählung soll locker, mit nicht allzu vielen Akteuren und in leicht verständlicher Sprache auf nicht mehr als 300 Seiten sein. Und nicht zu vergessen: die Qualität muss trotzdem stimmen.
In meiner bald zehnjährigen Erfahrung als Bücherkäuferin und -leserin weiß ich nur zu gut, dass es dem Markt gerade an kurzen, guten Büchern fehlt. Was daran liegen mag, dass dicke Romane von Kritikern und Journalisten weit aus mehr Beachtung erfahren als ein Sammelband von Kurzgeschichten. Romanautor muss man sein, sonst zahlt sich das Bücherschreiben finanziell nicht aus. Dass es auch kurze, wirklich großartige Romane am Markt gibt, durfte ich letzte Woche wieder erfahren.
Schon vor einigen Jahren war ich von Arto Paasilinnas "Das Jahr des Hasen" und "Die Giftmischerin" mehr als begeistert. Beide Romane sind auf ihre Art und Weise so skuril und gut erzählt, dass man sie gerne öfters liest. Gerade diese beiden fielen mir wieder ein, als ich völlig überfordert in der Krimiabteilung stand. Die guten hatten wir schon zu Hause und bereits gelesen, die schlechten würde ich unter keinen Umständen kaufen.
Mit "Im Jenseits ist die Hölle los" ging ich eine hervorragende Wahl ein: Gestorben wird mäßig, ermittelt wird nicht, denn in diesem Roman erzählt ein Toter selbst und scheint vom Leben nach dem Tod geradezu angetan, nachdem er ein durchschnittliches Leben als Journalist ohne große Vorkommnisse gelebt hat. Auf seiner Reise um die Welt trifft er nicht nur "berühmte" Persönlichkeiten wie Jesus, sondern auch ganz alltägliche Tote, die ihn auf gewisse Weise weit mehr beeindrucken. Dieser nette Roman bietet allen Intellektuellen nicht nur eine absolut befriedigende Aussicht auf das "Leben nach dem Tod" sondern auch köstliche Unterhaltung.
Mein Vater war jedenfalls zufrieden, er liest bereits den nächsten Paasilinna.
Yes, it's a little embarrassing. I like reading Children Books, but I try to hold some niveau. So to say I read normally the classics like Peter Pan and The Secret Garden. But one week before Christmas I got curious about the whole fascination with the Twilight-Saga. As I have some weird way to prove such trends my self, I ordered the first two books to try them. Give them a chance, or read them just so that I would know what the whole world (around me) is talking about.
I have to admit - and now we come to the really embarrassing part - I kind of liked it. Okay, I really enjoyed them. Not because I liked the story or the characters that much, but it was well told and a nice entertainment during the holidays. Better than TV. I couldn't put them down, which I expected because I have some ill weakness about vampires. The whole eternity thing is pretty cool, in my eyes. So if you have some time at hand and nothing important to work, try them. There's so much shit at TV at the moment, I guess it's a good time to spend your evenings with reading.
I have to admit - and now we come to the really embarrassing part - I kind of liked it. Okay, I really enjoyed them. Not because I liked the story or the characters that much, but it was well told and a nice entertainment during the holidays. Better than TV. I couldn't put them down, which I expected because I have some ill weakness about vampires. The whole eternity thing is pretty cool, in my eyes. So if you have some time at hand and nothing important to work, try them. There's so much shit at TV at the moment, I guess it's a good time to spend your evenings with reading.
Some will know, there is this group of readers who try to read 50 books in a year. As a passionate reader, I'm one of them.
1150 pages and 5 days later, I finally finished Ken Follet's great great book "Pillars of the Earth".
What's the main story?
The whole story is about the construction of a cathedral and the people who try built it. Follet tells you, that it's not easy to built a cathedral if you don't have much money, some bad guys and last but not least no electricity.
I learned a lot about churches, the middle-age, faith and love. It's seems to me, that Ken Follet made a time travel to the middle-age, otherwise it's unbelievable how brilliant the whole scenery is described.
Read it. If you have some time and not too much things to do, read the book. It's brilliant. I loved it a lot.